In einem großen Test hat der ADAC den Taxiservice in zehn deutschen Großstädten getestet. Sieger wurde die Stadt Nürnberg, Frankfurt kam auf den letzten Platz, Berlin auf den vorletzten.
In unserer Stadt waren die Fahrer zwar freundlicher als ihr Ruf, aber die Routentreue ließ sehr zu wünschen übrig, sprich, es wurden zu viele Umwege gefahren.
Einige Highlights aus dem Test: „bei der 3. Testfahrt musste Fahrgast das Ziel selber aus Straßenverzeichnis heraussuchen“ (Frankfurt) – „Sehr unangenehmer Geruch im Fahrzeug bei 3. Testfahrt“ (Frankfurt) – „Verständigung wegen mangelnder Deutschkenntnisse mit einer Ausnahme schwierig“ (Frankfurt) – „Fahrer kannte bei der 1. Testfahrt nur die Straße, nicht aber die Lage des Restaurants. In der Einbahnstraße wusste er nicht mehr weiter, unternahm aber nichts, um das Ziel zu finden. Fahrgast musste über eigenes Handy Hausnummer erfragen, die der Fahrer dann ins Navi eingab. Kein Angebot, Preis wegen des Umwegs zu reduzieren.“ (Frankfurt) – „Bei der 1. Testfahrt las Fahrer während der Fahrt aus Stadtführer vor“ (Frankfurt) – „Taxameter lief bei der 2. Testfahrt, während der Fahrer auf GPS-Signal des Navigationsgeräts wartete“ (Frankfurt) – „Abweichung von der Standardroute der örtlichen Taxigenossenschaft bei allen Fahrten“ (Berlin) – „Fahrer stieg bei der 1. Testfahrt am Ziel nicht aus, öffnete Kofferraum nicht und half nicht beim Ausladen des Gepäcks“ (Berlin) – „Fahrer führte bei der 2. Testfahrt fast die gesamte Fahrt über privates Telefongespräch“ (Berlin) - „Rotlichtverstoß und deutliches Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit bei der 2. Testfahrt“ (Berlin)
Wobei sich mir allerdings nicht ganz erschließt, wieso der Umstand negativ gewertet wurde, dass am Bedarfshalteplatz Staatsoper um 1.43 Uhr (!) kein Taxi dort wartete („Kein Taxi am Stand bei der 2. Testfahrt, Taxi im Vorbeifahren aufgehalten“). Warum soll da um diese Zeit auch eines stehen, sowieso kann man Unter den Linden davon ausgehen, daß spätestens alle 3 Minuten ein leeres Taxi vorbeikommt …
Hier der komplette Test zum Nachlesen mit Video.


hallo Frank,
echt weise, Dein Entschluss, Frankfurt am Main den Rücken gekehrt zu haben. So kommst Du nicht in den „Strudel“ und kannst Dich zurücklehnen im Bewusstsein, „lediglich“ in der Stadt mit der zweit-schlechtesten Bewertung zu fahren
.. Frankfurt am Main hat den Pokal und die Anderen das Nachsehen (the winner takes it all!)
Grüsse aus Frankfurt am Main mit (seit gestern wieder) einem der bedeutendsten und größten, schönsten und attraktivsten Weihnachtsmärkten Deutschlands.
Hajo
ich finde das Vidio nicht
@taxi
kein Wunder, wenn Du unter „vidio“ suchst
(die EDV nimmt’s sehr genau)
aber im Ernst: ich find’s auch nicht
Wobei sich mir allerdings nicht ganz erschließt, wieso der Umstand negativ gewertet wurde, dass am Bedarfshalteplatz Staatsoper um 1.43 Uhr (!) kein Taxi dort wartete (“Kein Taxi am Stand bei der 2. Testfahrt, Taxi im Vorbeifahren aufgehalten“). Warum soll da um diese Zeit auch eines stehen, sowieso kann man Unter den Linden davon ausgehen, daß spätestens alle 3 Minuten ein leeres Taxi vorbeikommt …
Ist das gleiche wie bei uns In Kreis Borken`s größte Stadt. Da stehen am Wochnende nachts ab 00.00 Uhr keine Taxi´s am Zugbahnhof.
Wird wohl als grund sein das da ganz selten einer ein Fahrzeug braucht.
Ja, ich habe es auch gemerkt: leider haben sie das Video wieder verschwinden lassen, weiß der Teufel, warum …
Pingback: bembelkandidat
Alle Frankfurter dürfte es trösten, dass Berlin, Hannover und Hamburg sich in Sachen Taxi bei dem Test auch nicht gerade mit Ruhm bekleckerten. Der ADAC sagt selbst, das Ergebnis steht und fällt mit dem Fahrer. Wenn man an den richtigen „Gondoliere“ gerät, kann man also auch bei den vier Schlusslichtern Glück haben.
@Kerstin:
So ist es! mit mir z.B. hat man stets Glück, egal in welcher Stadt ich gerade mein Unwesen treibe.
Hier schreibt eine Taxi-Vielfahrerin und -Mögerin. Wollte nur mal eine kleine Lanze für die Berliner Taxifahrer brechen. Ich kann diese ADAC-Recherche nicht unterstützen. In über 25 Jahren Fahrgasterfahrung kann ich sagen, dass von 10 Fahrern vielleicht 2 nicht so gaaanz dem Wunschbild entsprechen, das man so in sich trägt. Alle anderen sind freundlich bis amüsant, mit vereinzelten haben sich durch tolle Fahrten sogar nette private Freundschaften ergeben. Viele leisten freiwillig mehr, als man erwartet und sie verblüffen einen. Es gab Fahrten, da wären Fahrer und ich als Gast am liebsten noch ‚ne Runde mehr um den Block gefahren, weil wir uns nette lustige Wortschlachten geliefert haben oder den gleichen Musikgeschmack hatten. Oft lasse ich mir auch Kärtchen von besonders netten Chauffeuren geben(und die Chauffeusen natürlich nicht zu vergessen!!! Sorry, Ladies!). Die rufe ich dann privat an, wenn ich schon vorher weiß, wann ich ein Taxi brauche oder um Gäste irgendwo abholen zu lassen. Kohle ist knapp und jeder freut sich – der Fahrer muß einmal weniger endlos an der Halte stehen, um vielleicht für 6,40 um zwei Ecken zu fahren und ich weiß genau, dass ich oder die Gäste in besten Händen sind.
Und die paar, die wirklich muffelig sind oder das Autochen nicht so ganz fein riecht – jeder greift irgendwann mal ins Klo. Das darf sich ja dann auch gerne im (Nicht-)Trinkgeld niederschlagen. Aber die Mehrzahl bekommt von mir beide Daumen fett nach oben!
In diesem Sinne – keep on rockin’, Berlin drivers!