Bei einer der berühmt – berüchtigten Sparclubfeiern am Jahresende hatte man haufenweise Diebels Alt in 0,5 l – Büchsen für die Tombola organisiert. Als Trostpreise oder Draufgabe bei kleineren Gewinnen sollten diese unter den Teilnehmern mitverlost werden.
Einer der letzten Gäste war mal wieder ich und ich habe unserem „Rauchfang“ – Wirt Ernst bei solchen Gelegenheiten auch immer mal wieder beim Auf- und Abbau geholfen (Billard-Tisch versetzen und abdecken, Tombola aufbauen, Zettel drucken).
Es blieben jedenfalls reichlich Büchsen übrig, so dass jeder noch ein paar mit nach Hause nehmen sollte. „Du nimmst drei Lagen mit!“ sagte Ernst zu mir. Und was mein Stammwirt mir befiehlt, mache ich auch … „Aber nur, wenn Du mir ein Taxi bestellst.“
Das Taxi kam und 72 Dosen mussten mit in den Kofferraum. Was sollte ich aber mit dem ganzen Büchsenbier? Nun ja, zwei Lagen lud ich wieder aus, die dritte blieb im Kofferraum – die Fahrt war damit bezahlt!
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Großraumtaxi (Kuba)
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Vielleicht sollten wir alle einen „Gegenblog“ zu den Taxifahrern aufmachen…? Vielleicht „Taxipassagier“ und dort die Erlebnisse mit den Taxifahrern aufschreiben? Wie wäre es mit dem einen Taxifahrer, der den Weg nicht kannte und sich verfuhr, oder der, der alkoholisiert hinterm Steuer saß, oder der, der mir Koks verkaufen wollte, oder der, der mir Handykarten andrehen wollte, oder der Taxifahrer, dessen Beifahrersitz nicht mehr fixiert war und bei jeder Kurve bzw. Bremsung durch die Gegend rutschte. Oder über den Taxifahrer, der wirklich stinkend im Auto saß und sich über die „dreckigen“ Ausländer aufregte oder aber über den Taxifahrer, der mit 100 Sachen nachts durch die Stadt fuhr, jede rote Ampel mit Bravour nahm….
Wie gesagt, Geschichten gibt es viele und eine Fernsehserie über die Erlebnisse der Gäste von Taxen wäre wirklich amüsant..
Nobbi: Guter Artikel!
@Martina:
Na, du scheinst ja eine Menge auf Lager zu haben – wie wärs mit einem Beitrag?
Madame kneift, Frank
. Naja, zur Not hast Du ja noch zwei auf Halde *g*.
Taxiblogger, das würde ich gerne, wenn ich die einzelnen Geschichten noch zusammenbekäme. Aber ich kann mir nur noch an die „Höhepunkte“ erinnern, wie z.B. dass der eine Fahrer ne Schnapsfahne hatte (gegen 11 Uhr morgens), oder aber der andere Taxifahrer zu mir meinte, Koks würde die Kreativität erhöhen… er habe gehört, dass viele das Zeug nehmen.. ob ich es auch mal probieren wollte… Wenn ich nun die eine oder andere Geschichte aus dem „Kontingent“ zum Besten gäbe, dann wäre sehr viel drumherum ersponnen oder fantasiert.. wie gesagt, an die Umstände drumherum kann ich mich nicht mehr erinnern.
Aber diese Geschichten erlebte ich in Bonn (der stinkende Taxifahrer), Köln (der ortsunkundige Faher) und in Lübeck (Koks, Telefonkarte, lockerer Sitz, gesengte Sau).
Allerdings (und da kann ich mich nicht mehr erinnern, wo das war) hatte ich einmal eine Begegnung der interessanten Art – und zwar ein Taxifahrer, dessen Hobby LATEIN war/ ist. Er konnte lateinisch sprechen und las die Texte „einfach so“ während seiner Standzeit. Aber über mein Gespräch mit ihm, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur, dass ich von ihm über alle Maßen beeindruckt war.
Ja, auch diese Taxameter gibt’s – es fährt in Ffm ein gebürtiger Franzose Taxe, der am Halteplatz die russische Tageszeitung liest (und diese Dir auch auf Deutsch übersetzen kann)! Name und Ordnungsnummer sind mir bekannt, fällt aber unter Datenschutz.
Ich selbst bin eher bescheiden – habe 1990/91 in den Standzeiten portugiesisch gelernt.
Die „Stinker“ unter den Kollegen kenne ich auch, selbst am Halteplatz eine Zumutung, wenn die aus dem Taxi steigen, um zu schwätzen!!!
Der Rest ist eher Durchschnitt, aber interessant wäre auch bei den Taxlern eine Typologie. Wie wär’s – Taxiblogger ?!
Jau, ne Typisierung der Taxler hätte was, wäre echt mal gespannt, unter welche Kategorie ich falle.
@Charisma, Mexxwell:
Bitte, bitte, liebe Kollegen – schreibt sie doch! Muß ich denn hier alles selber machen?
Dazu möchte ich ein Zitat von Berthold Brecht aus „Flüchtligsgespräche“ modifizieren, worin er sich über Lehrer auslässt: „Die Taxifahrer haben die entsagungsreiche Aufgabe, Grundtypen der Menschheit zu verkörpern, mit denen es der Fahrgast im Leben zu tun haben wird. Groß tritt dem Fahrgast im Taxi in unvergesslichen Gestaltungen der Unmensch gegenüber. Dieser besitzt eine fast schrankenlose Gewalt…“